nemo ignorat
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Silbergruen:
Hallo Uli,nach dem sehr interessanten Onlinek
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Doris:
Das sind ja ganz erstaunliche und tolle Ergeb
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Els:
Hmmmm interesting ..... !I love the first fiv
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Ute Pickhan:
Ich habe gerade die CD Deines Buches bestell
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:
Herzlichen Glückwunsch zu diesem Großprojekt
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Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Naturfarben

Kaltbeize und Indigokristalle

Kaltbeize kann ab Mitte Juli 2015 beim Wollschaf bezogen werden.
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nemo ignorat 03.07.2015, 16.36 | (0/0) Kommentare | TB | PL

ganz und gar nicht dröge

Bunt ist nicht so mein Ding. Ich mag bunt und ich mache auch immer wieder erstaunlich bunte Sachen, aber wenn es darum geht, dass ich bunt tragen soll, erfordert das mehr Mut, als ich in der Regel aufbringen möchte. Entsprechend dümpeln dann die bunten Sachen entweder so vor sich hin oder werden früher oder später verschenkt. 
Wenn ich allerdings einen Kurs unterrichte, kann ich nicht unbedingt darauf verzichten bestimmte Techniken zu zeigen, bloß weil ich keine Ahnung habe, was ich dann mit dem Ergebnis anfangen soll. Hier also mal ein paar Beispiele meine derzeitigen Online workshop. 















Alle diese Beispiele zeigen unterschiedliche Möglichkeiten mit Naturfarben und Schablone auf Leinen Muster zu erzeugen. Jetzt soll noch einmal einer sagen, Naturfarben sind immer dröge und sehen alle gleich blassaus;o)

Und ich darf mir überlegen, was ich mit diesen ganzen 25x25 Quadraten nun anfange ;o)

29.05.2015, 08.05 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Ein Gutes Neues Jahr und Shopänderungen

Neujahrsgruß 2015 und Mitteilung über Shopänderungen ...weiterlesen

nemo ignorat 01.01.2015, 12.00 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Drucken auf Baumwolle mit Pflanzenfarben ... und Computer

von Computern und meinem Glück mit ihnen und dem wunderbaren Erlebnis endlich mit Pflanzenfarben auf Baumwolle drucken zu können ...weiterlesen

nemo ignorat 23.11.2014, 19.00 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Bin wieder da

Die Bretagne war schön, aber der Urlaub war leider (wie immer?) zu kurz. Ab heute ist der Shop wieder offen und ich nehme auch wieder Mailbestellungen an.

Um die Zeit des Wartens etwas zu versüßen gibt es einen Sale auf die Kaltbeize. Außerdem habe ich die 2 kg Verpackung als neue Größe eingeführt.

Ich wünsche einen schönen Herbst und Frohes Färben.

nemo ignorat 07.10.2014, 05.59 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Änderungen im Shop und neue Preisliste

Früher oder später mussten diese Änderungen kommen. Natürliches Indigo hat seit dem letzten Jahr seinen Preis etwa verdoppelt, weswegen ich meine Küpenkits für die Kurse verteuern musste. Dafür sorgt der gleichbleibend gute Dollarkurs dafür, dass die Indigokristalle günstiger geworden sind. Die Farbextrakte habe ich endgültig aus dem Programm genommen, es lohnt sich für mich einfach nicht. Und die Portokosten wurden detailierter beschrieben und angepasst.

Die neue Preisliste könnt ihr hier als PDF herunterladen Oder hier online einsehen.

Zum Shop gelangt ihr hier.

Ich versuche die ganze Zeit ein erschwingliches Shopsystem zu finden in welchen ich auch Bestellungen mit Überweisung annehmen kann. Die meisten preislich machbaren und einfach zu benutzenden Shopsysteme stammen aus den USA. So wie mein BigCartel Shopsystem. Entsprechend geht nur eine Bezahlung per paypal. Ich könnte nun ein sehr teures kommerzielles Shopsystem einbinden, was mich aber mit der entsprechenden Seite mehr kostet als ich im Jahr Gewinn mache oder ich kann einfach weiterhin mein BigCartel Shopsystem verwenden und einfach die etwas umständlichere Bestellung per Mail anbieten.

Bitte beachtet, dass ihr jederzeit auch per Mail und Vorkasse als Überweisung bei mir bestellen könnt. Ich benötige dazu in eurer Mail eure vollständige Anschrift und was ihr genau bestellen wollt.

Mail an mail@nemo-ignorat.de richten.

nemo ignorat 02.06.2014, 21.06 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Shirt Tatoos

Stück für Stück komme ich meinem Ziel näher meine Garderobe selbst genäht zu haben. Angeregt durch meine Shiboriübungen in Japan gab es gestern zwei neue T-Shirts für mich.
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das linke Shirt ist nach meinem eigenen Muster genäht und hat Sticheleien auch auf der Rückseite. Das rechte Shirt is nach einem Alabama Chanin-Muster.
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Rückseite des Shirt.
Beide sind aus Bio-Baumwollsweatshirtstoff von Anita Pavani.
Meine Rosen sind in voller Blüte. Ich bin ja nicht so der Blumentyp, schon gar nicht jemand für Blumenarrangements. In Japan lernte ich dann Ikebana kennen, denn alles in der japanischen Kunst ist miteinander verwoben. Sei es nun der textile Bereich, Töpfern, Teezeremonie oder eben Ikebana.
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Jeder von uns wurden Blumen zugelost und ich endete mit den Nelken. Mit Hiros Hilfe wurde dann noch was hübsches draus. ;o)
Meine Rosen lasse ich ja mehr so wachsen. Das können sie ganz prima ohne meine Hilfe, nur ab und zu werden sie zu den Nachbarn hin etwas eingestutzt oder eben wenn sie versuchen mit Hilfe der Wiastarien den Garten komplett zu übernehmen.
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Albertine
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Paul's Himalayan Musk
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Raubritter
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Veilchenblau
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nemo ignorat 30.05.2014, 12.52 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Japanreise 2. Teil - Shibori und Katazome

Die Gruppe bestand aus insgesamt 9 Teilnehmerinnen aus Kanada, den USA, der Schweiz und Australien (und mir) und in Bryans Haus trafen wir dann noch auf Mini aus Singapur, die immer wieder für ein paar Monate zu ihm zum Lernen kommt.Alle waren sie auf die eine oder andere Weise schon Textilenthusiastinnen und so konnten wir uns gegenseitig immer wieder aufs neue inspirieren und unseren Horizont erweitern.  Nachdem ich den einen Tag in Tokyo überstanden hatte und auch mit einigen Mühen den gemeinsamen Treffpunkt fand, wurden wir von Bryan und einem Nachbar nach Fujino gebracht. Fujino liegt südwestlich des Fuji (der im japanischen übrigens eine Sie ist und einer der, ich glaube, fünf heiligen Berge) inmitten dieser unglaublich grünen Steilhügel. Zum Glück hatten wir nicht nur schönes Wetter, sondern an zwei Tagen auch Regen, so dass ich die von mir so geliebten Wolkenschwaden entlang der Bergkuppen sehen konnte.

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 Die Vegetation ist dank der hohen Luftfeuchtigkeit unglaublich und überall, wirklich überall steht Bambus rum. Ich liebe Bambus. Die einzelnen Stengel sind rund 10 bis 15 Meter hoch und haben einen Umfang von locker 80 cm. Wenn man bedenkt, dass all das schon in dem Sprossen steckt … einfach unglaublich.

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Bambussprosse aufgeschnitten von Innen und von Außen. Bambussprossen haben den kompletten Stengel schon in sich stecken. Die Außenhülle ist mit feinen Haaren bewachsen, die sich wie ein Seehundfell anfühlen.

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Wenn man die steile Auffahrt zu Bryans Grundstück hochgeschafft hat, wird man direkt vor der Haustür von zwei großen Indigoküpen begrüßt. Alte japanische Tonkrüge, in denen früher an nahezu jedem Haus Indigoküpen fermentiert werden hat Bryan gerettet und in ihnen leben nun seine beiden Hydrosulfitküpen.

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Die beiden Keramikkrüge in den Holzfässern sind die Küpen.
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 Diese beiden Küpen sollten uns die nächsten 10 Tage begleiten, denn es verging kein Tag, an dem wir nicht gefärbt haben. Schon am ersten Tag versammelte Bryan uns um die Küpe und erklärte seine Küpen, wie er sie aufrecht erhält und wie man mit ihnen färbt. Als Kollegin nahm ich unter den Teilnehmerinnen des workshop eine Sonderstellung ein, die zu einem interessanten Austausch und der Position einer zeitweiligen Aushilfslehrerin führte. Doch jeder Indigofärber hat so seine eigenen Tricks, seinen eigenen Umgang mit der Küpe und seine eigenen Handgriffe, so dass es auch für mich unglaublich interessant und lehrreich wurde.

 Als erstes färbten wir Baumwollgarne, die er günstig bekommen hatte weil sie unglaublich grausliche Farben hatten. Doch keine Angst, Indigo macht eigentlich alles schön und so wurde aus den seltsamen Beige- und Türkistönen dann doch noch etwas feines. Es wurde in tiefblau, einem etwas helleren blau und in changierend gefärbt. Denn Bryan gehört eine alte Strickmaschine, die Strickschläuche herstellt. Noch steht sie bei einem anderen Freund, aber er plant sie bald zu sich ins Haus zu holen. Jedenfalls färbten wir unsere Garne und er übergab sie dann dem Freund, der daraus einen langen Strickschlauch strickte, von dem wir jede unseren Anteil (etwas mehr als 1 Meter) abbekamen.

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 Nach dieser Fingerübung im Färben mit Indigo (denn letztendlich ging es eigentlich darum mit der Küpe vertraut zu werden ohne etwas wirklich Wichtiges zu verhunzen) führte Bryan uns in die hohe Kunst des Shibori ein. Die Möglichkeiten mit den unterschiedlichen Stichführungen, Faltungen und Abbindetechniken sind so vielfältig, dass man es kaum glauben mag. Einige aus der Gruppe befassten sich ab diesem Zeitpunkt mit kaum etwas anderem als Shibori.

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wood grain Shibori
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Streifenshibori - ich liebe Streifen ;o) - und nicht so einfach herzustellen, wie man so meinen mag

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So sehr mich die einzelnen Techniken auch faszinierten, wartete ich doch auf etwas anderes: Katazome. In diese äußerst faszinierende Technik des Reservedrucks mit Hilfe einer Reispaste, wurden wir am dritten Tag eingeführt.

 Bevor wir nach Japan flogen hatten wir im Januar unsere Hausaufgaben bekommen. Sie bestanden aus 3 Blättern Kaki Shibugami (dem besonderen Papier aus dem die Schablonen für Katazome geschnitten werden), etlichen Stoffen, die wir schon einmal für ein wood grain Muster und eine Akkordeonfaltung vorbereiten sollten, Nadeln und Shiborifaden.

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 Katazome ist mit unserer Blaudrucktechnik verwandt. Die Stellen, auf denen der Reispapp aufgetragen wird bleiben weiß, alles andere wird blau. Anders als der Blaudruck, bei dem man den Papp mit Modeln aufdruckt, wird hierbei der Papp jedoch mithilfe einer Schablone auf den Stoff aufgetragen. Außerdem können die Schablonen Negativ- oder auch Positivbilder erzeugen und manchmal wird noch mit anderen Farben der Druck weiterbearbeitet. Wir lernten bei Bryan erst einmal die Basistechnik und vor allen Dingen den Umgang mit den mit der Paste bedruckten Stoffen in der Küpe.

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angerührte Reispampe

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Anfang der aufgetragenen Reispampe.

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Bryans Küpen sind wie schon erwähnt Hydrosulfitküpen und sie stehen bei Außentemperaturen vor seiner Haustür und werden ohne zusätzliches Erwärmen verwendet. Das hilft beim Druck mit der Reispaste natürlich. Doch auch ohne Erwärmung hält die Paste maximal fünf Tauchgänge aus. Um ein entsprechend dunkles Blau hinzubekommen muss die Küpe auch entsprechend aufgebaut sein. (Teilnehmerinnen an meinem Indigo Onlinekurs dürfen sich schon einmal freuen, meine Erfahrungen bei Bryan werden direkt in den Kurs einfließen.)

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 Leider ist das Schablonenpapier (Kaki Shibugami) nicht in Europa erhältlich und die einzige US amerikanische Quelle, die ich kenne, verlangt unglaubliche Summen für nur ein Blatt (zzgl. Porto). Das Papier wird hergestellt, in dem man mehrere dünne Blätter Maulbeerpapiers nimmt und diese immer mit der Faserrichtung im rechten Winkel zueinander aufeinander legt und mit fermentierten Kakisaft verklebt. Japanische Kaki sind anders als unsere. Man bekommt zwar auch diese süßen Kaki zum Essen zu kaufen, aber die zum Färben verwendeten Kaki sind unreif und geladen voll mit Tannin. Diese Blätter werden dann noch etwa 10 Tage lang geräuchert und sind dann damit feuchtigkeitsfest genug um über Jahre hinweg als Schablonen verwendet zu werden. Mit scharfen, skalpellartigen Messern unterschiedlicher Größe und speziellen Locheisen werden dann die Muster hineingeschnitten. Um die Schablonen noch zu verstärken wird ein Seidengewebe mit einem Teeröl-Terpentingemmisch darüber geklebt.

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Rückseite des Stempels mit dem stabilisierenden Gewebe

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 Nun haben wir hier in Europa/Deutschland also weder die unreifen Kaki noch ist es allgemein üblich ein Räucherfeuer über mehrere Tage aufrecht erhalten zu können. Und Teeröl gilt als gesundheitsgefährdend und darf nur noch unter bestimmten Bedingungen gekauft werden. Kurz: alle Voraussetzungen um das Shibugami so zu kopieren sind eher negativ. Ich werde daher über die nächsten Wochen versuchen mit anderen Mitteln ein ähnliches Schablonenpapier herzustellen. Sollte mir das nicht gelingen werde ich wohl oder übel auf Kunststoffpapier ausweichen müssen. Hinweise und Tipps werden gerne entgegengenommen.

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ein Katagami (Schablone) aus Okinawa, die eine der Teilnehmerinnen auf einem Markt erstand und die wir alle ausprobieren mussten
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 Fortsetzung folgt

 

nemo ignorat 13.05.2014, 18.15 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

So, bin wieder da

nach einer seltsamen Reise zurück in der Zeit bin ich nun wieder - zumindest körperlich - Zuhause. Mein Geist hat sich immer noch nicht mit dem Gedanken angefreundet, dass ich Freitag um 12 Uhr Mittgas von Tokyo weggeflogen bin, dann nach 10 Stunden Flug um 17 Uhr in Moskau ankam. Nach kaum 3 Stunden Pause im Transit schließlich weiterflog und nach weiteren guten 3 Stunden dann um 21 Uhr in Frankfurt ankam. Ich glaube meine Seele ist immer noch irgendwo über Sibirien.

In diesen mickrigen 14 Tagen habe ich so viele Dinge erlebt, gesehen und gelernt, dass ich immer noch ganz konfus im Hirn bin. Als Kleinstadtwesen überwältigt mich eine riesige Stadt wie Tokyo einfach.

Da gibt es Glashochhäuser
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und verwirrende Straßenseznen
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spannende Arten zu Parken
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und coole Höhlenbetten in Hostels (ich bin nicht so der Hoteltyp)
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Dieser niedliche Koffer und die Tasche daneben sind übrigens mein gesamtes Gepäck für die 14 Tage gewesen. Ich war so stolz auf mich, dass ich es geschafft habe mich wirklich auf ein Minimum von 8,7 kg zu beschränken. Und somit nur mit Handgepäck zu reisen. Auf dem Rückweg erlaubte ich mir dann den Luxus den Koffer aufzugeben und alles reinzustopfen, was ich zwischendrin ergattert hatte (außer meinem Mantel, dazu später mehr). Als check-in Gepäck hatte er dann 11,7 kg. Supercool.

In Tokyo wachsen Gingkobäume einfach so als Straßenbäume.
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Und weil Gingkobätter ja so schön sind, findet man sie auch entlang des Bürgersteig.
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Aber auch die Gullydeckel sind natürlich ganz anders.
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Und vor Bahnübergängen warnen niedliche Katzen
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Dieser war zugegebenermaßen in Fujino und nicht in Tokyo.

Bryans workshop war erhellend, erheiternd und derart vollgestopft mit Wissen, dass ich immer noch ein bisschen brauche um alles zu verdauen. Wir haben nahezu täglich die beiden Indigoküpen vor dem Haus heimgesucht, gelernt wie man unterschiedliche Shiborimuster faltet und abnäht, wir haben Katazomeschablonen benutzt, die Pampe angerührt, einen Katazomemeister besucht, in dessen Werkstatt wir schablonieren und in dessen Küpen wir färben durften. Wir flechteten Kumihimo auf Marudai, webten auf einem alten japanischen Webstuhl, bekamen eine sehr praktische Einweisung in Ikebana, wohnten einer Teezeremonie bei, arbeiteten freiwillig quasi Tag und Nacht, gingen zum Aufwärmen in ein Onsen (heißes Bad), ich sah wilde Affen aus unangenehmer Nähe, wir nähten kleine Taschen (Shifuku) und hatten jeden Tag ein Festessen in Bryans Haus oder in einem Lokal. Wir waren im Folkart Museum in Tokyo und kauften in einem Laden mit antiken Textilien ein. Ich hatte das Glück Teil einer Gruppe von interessierten Textilenthusiastinnen aus der ganzen Welt zu sein und mit ihnen lernen und Wissen austauschen zu dürfen.

Der Mantel, den ich bereits erwähnte, ist ein alter Reisekimono aus den 1930er Jahren. Es war ein Fall von Ich kam, sah und war verliebt und musste ihn haben. Er passte auf Anhieb und ich fühlte mich sofort in ihm wohl.
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Doch ein Mantel ist nicht vollständig ohne nicht mindestens eine Tasche und so machte ich ihn wirklich zu meinem Mantel, indem er eine Tasche aus einem meiner Shiboristücke bekam.
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Mehr über die Küpen, das Färben und alles andere, wenn sich mein Hirn ein wenig gesammelt hat.
So rechte Ruhe zum Ankommen hatte ich nicht, da ich noch rechtzeitig zum 88. Geburtstag meiner Mutter kam. Nun brauche ich erst einmal ein paar Tage Ruhe um alles zu sortieren und damit mein Geist meinem Körper einholen kann.
Später mehr.

nemo ignorat 11.05.2014, 20.12 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

alles bunt

Die letzten beiden Wochenenden standen wieder ganz klar unter dem Zeichen der Farben. Gerade vorhin bin ich vom dreitägigen Färbekurs im Oberbergischen zurückgekommen mit neuen Erfahrungen, ein paar bunt gefärbten Stoffen und Bildern.
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Diesmal war hauptsächlich Baumwollbatist dabei - mir ist im Moment nach dünnen Stoffen. Außerdem, da muss ich ja ehrlich sein, nehmen die dünnen Stoffe die Farbe natürlich auch besser an.
Oben sieht man etliche Färbungen. Gelbholz, Kreuzdornbeeren in reif und unreif, Blauholz und Krapp und ein paar Überfärbungen mit Indigo und Veränderungen mit Eisenacetat und das dunkle Rot ist eine absolute Luxusfarbe: Lac.
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Ein paar Döckchen Baumwollgarn war auch mit dabei und durfte beim Experimentieren mitmachen.
Morgen beginnt nun der Onlinekurs Heckenfärbung. Mal schauen, was die Umgebung so hergibt ;o)

nemo ignorat 15.09.2013, 20.30 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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