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Fructose Küpe nach Michel Garcia/ fructose vat acc to Michel Garcia

Diese Küpe geistert nun schon seit etwas über einem Jahr durch die Färberblogs. Bis ISEND 2011 hatten wir alle nur indirekt davon gehört und wusste nicht so recht wie es funktionieren soll. In einer Demonstration führte Michel Garcia die Küpe vor und ich muss gestehen, alles sah unglaublich einfach aus. Doch leider haben Experimente bislang keine wirklich guten Erfolge gezeigt.
An sich ist die Küpe recht einfach. Es ist eine Reduktionsküpe, die mit gelöschten Kalk (von dem ich schon sprach) als Alkaligeber und Fructose als Reduktionsagent funktioniert. Im Verhältnis 1 Teil Inidgo, 2 Teile Löschkalk, 3 Teile Fructose wird alles in 80 Grad warmes Wasser gerührt und dann hofft man, dass es reduziert. (Wen es näher interessiert wie eine Inidgoküpe überhaupt funktioniert muss sich ein bisschen gedulden, ich stell da grad was zusammen). Jedenfalls sollte es von der chemischen Theorie dahinter hinhauen. Herausgekommen ist das:
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Nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut, finde ich. Das war im Übrigen nach 3 Zügen. Da hatte ich schon Besseres. Auf Wolle, (allerdings nur 2 Züge) sieht es so aus:
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Auch hier hatte ich schon bessere Ergebnisse.

Es ist also nicht so, dass die Küpe nicht funktioniert. Das Indigo reduziert aber nicht gut genug. Was an zwei Dingen liegen kann:

- entweder war die Küpe nicht warm genug. Meine lag bei um die 60 Grad beim letztendlichen Färben (pH-Wert war übrigens freundliche 10, deswegen mach ich mir keine Gedanken) Helen hat mit 80 Grad ähnliche Ergebnisse erzielt. Leena bei um die 80 Grad in einem sehr kleinen Gefäß, aber nicht mehr in einem großen. Das bedarf noch weiterer Versuche.

- oder die Fructose reicht als Reduktionsagent dann doch nicht. Bin ich mir nicht so sicher. Die Gegenprobe mit Natriumdithionit war in derselben Küpe nun auch nicht wirklich ergiebiger. Eigenartig.

weitere Informationen (in Englisch) über die unterschiedlichen Küpenexperimente bei
Helen Melvin
Leena
Jane

Ich hab jedenfalls erst einmal Pause gemacht und widme mich gerade mal kleineren Färbeexperimenten (mit den Blüten des Wiesenampfer zB (bislang eher mäßig) und dem Nähen. Denn schließlich muss/will ich mit meinen ganzen gefärbten Stoffen ja auch mal was anfangen.
./
only some short words in English. Go to Helen, Leena or Jane for more experiments and informations.
I experimented with Michel Garcia's fructose reduction vat, with only average success. As you can see on the pictures, cotton after the third dip still looks somewhat pale and wool with two dips is not really blue, more blueish.

The temperature was at about 60 deg C and the pH at about 10.

Either I need to use a still higher temperature or something with the vat in itself is not correct. A control vat with sodium dithionite was not much more successful either. So, I'm still experimenting. But right now, I needed a break from frustrating vats and I focused more on sewing. See next post.

Handspindel 17.06.2011, 09.34

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Kommentare zu diesem Beitrag

2. von

Hallo Ulrike,
könnte es auch an der Qualität des Indigo liegen? Kam mir jetzt so in den Sinn. Ich meine, ich hätte mal gehört, dass es da wohl auch ziemliche Unterschiede gäbe.
Gruß
Juliana
- wie war es denn nun auf der ISEND?? Konnte leider nicht. -
Ich les aber jetzt mal noch weiter in deinem Blog.

vom 20.06.2011, 12.27
1. von Distelfliege

Hallo Frau Färberin! Ich habe dir einen Award verliehen, wenn du möchtest, kannst du ihn annehmen, wenn nicht, ist das auch völlig ok. Zum Annehmen bitte auf den mit meinem Namen verknüpften Link klicken + das Bildchen abspeichern + die Anweisungen checken (kennt man ja). Also danke für dein tolles Blog und zb. für die tolle Berichterstattung vom FärberInnenkongress! Super, dass dieses Handwerkswissen erhalten wird!

vom 19.06.2011, 12.24
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