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Die Kosten

Im  Spiegel Online (SPON) von heute gibt es einen interessanten Artikel zu den Kosten unserer bunten, billigen Kleidung. Die Hauptstadt von Bangladesh ist auch die globale Hauptstadt der billigen Stoffe, Kleidung und Lederwaren. Hier gibt es Hunderte großer und kleiner Fabriken, in denen unsere billige und bunte Kleidung hergestellt werden. Allerdings tragen die Kosten keine ethischen Arbeitsbedingungen und schon gar keine Abwasserklärung, so dass die 500.000 Kubikmeter Industrieabwässer, die sich täglich in den größten Fluss Bangladeshs ergießen, vollkommen ungeklärt dahinein geleitet werden. Die Folge davon ist, dass der Fluss inzwischen biologisch tot ist. Sauerstofflos treibt er als viskose Masse durch die Stadt und das Land und die 80% Armen des Landes baden darin, sammeln Abfälle aus dem Fluss, waschen ihre Wäsche und im Zweifel versuchen sie das vergiftete Wasser zu trinken, wenn der Wagen mit dem Trinkwasser wieder nicht gereicht hat.

Vielleicht sollten wir uns daran das nächste Mal erinnern, wenn wir wieder ein billiges T-Shirt in einem Laden kaufen. Ich fürchte auch, es hat überhaupt keinen Zweck einzelne Läden oder Marken herauszupicken, denn egal ob die Marke nun teuer oder No Name und billig ist, letztendlich lassen doch fast alle ihre Kleidungsstücke in den Sweatshops und Fabriken Asiens herstellen.

Die Kosten tragen erst einmal die Armen in Bangladesh, aber letztendlich wir alle. Das "Wasser" des Bruiganga fließt ins Meer, die Gifte aus den synthetischen Farben sind auf unserer Kleidung und werden in unser Wasser ausgewaschen und letztendlich wird der gesamte Planet vergiftet.

Handspindel 06.07.2009, 10.59 TB | PL | einsortiert in: slow craft/Nachhaltigkeit

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